Die Simson gilt als Kultobjekt des Ostens, wobei in Teilen Ostdeutschlands eine Vereinnahmung durch das rechtspopulistische Milieu zu beobachten ist. Ein Sprecher der Familie Simson erklärte, dass er jegliche Verbindung mit rechtspopulistischen Parteien als abstoßend und als Beleidigung empfindet.
Die Simson-Werke wurden im 19. Jahrhundert von einer jüdischen Familie gegründet. Diese verlor während der Zeit des Nationalsozialismus ihr Eigentum und musste 1936 ins Exil in die Schweiz und später in die USA flüchten.
Im Rahmen eines interessanten Projekts bekamen wir Schüler Einblicke in das jüdische Leben der Gegenwart. Dabei erhielten wir Antworten auf Fragen, die uns auch heute beschäftigen: Wie leben Jüdinnen und Juden ihre Religion heute? Welche Rolle spielt Israel? Und welche Bedeutung hat jüdisches Leben in unserer heutigen Gesellschaft?
Das Projekt fand im Freien statt und bot Unterricht einmal ganz anders – mit Gesprächspartnern, die mit viel Engagement und Leidenschaft auch schwierige Fragen beantworteten.