• USA-Tagebuch unserer Schüler

  • USA-Tagebuch unserer Schüler

        • USA – Unsere (Weiter-)Bildungsreise

          USA – Unsere (Weiter-)Bildungsreise

          14.04.2026 17:01
          Pearl Button – Lokalphänomen mit Weltgeschichte

          Auch die Lehrer, Frau Kuchenbecker und Herr Hoffmann nutzten die 14 Tage nicht nur zur Ideensammlung oder zum Ideenaustausch mit den englischsprachigen Kollegen, ebenso wurden die lokalen Sehenswürdigkeiten und Museen erkundet und studiert. So erforschten beide das „Pearl Button Museum“ in Muscatine. Muscatine ist die „Pearl Button Capital of the World“ (deutsch: Perlmuttknopf-Hauptstadt der Welt).

          Doch was heißt das genau? Die Pearl Buttons bzw. Perlmuttknöpfe sind sehr hochwertige, aus Muscheln hergestellte Knöpfe. 37% der Weltproduktion, ungefähr 1.5 Millionen Perlmuttknöpfe jährlich, stammten aus der kleinen Stadt. Dazu wurden Muscheln ähnlich dem Angelprinzip gefangen, aufgebrochen und mit einer eigens dazu entwickelten Hohllochbohrtechnik bearbeitet.

          Da die Muschelkörper nie glatt sind, mussten sie für die Modeindustrie auf einheitliche Standartstärken geschliffen werden. Die Nachfrage nach diesem Modeprodukt wuchs so rasant, dass zu Hochzeiten der Produktion fast die Hälfte aller stadtansässigen Arbeiter in, um oder für diese Branche arbeitete. Angebot und Nachfrage – was für eine Entwicklung! Die Wirtschaft um die Pearl Buttons bestimmte zirka 75 Jahre das städtische Wirtschaftswachstum mit. Jedoch führte die Nachfrage zur Überfischung der lokalen Perlmuscheln im Mississippi. Gleichzeitig wurden Perlmuttknöpfe mit der verbesserten Technik zur schnelleren und billigeren Herstellung von den neuen, modischen Plastikknöpfen auf dem Weltmarkt verdrängt. Damit endete das lokale Phänomen der riesigen Pearl Button Industrie.

        • Unsere Gastfamilien 12

          Unsere Gastfamilien 12

          13.04.2026 09:38
          Gastfamilie der Lehrkräfte 

          Auch Frau Dr. Kuchenbecker und Herr Hoffmann waren in einer Gastfamilie untergebracht. Wir wohnten bei Pam und Jim Joslyn in einem über 150 Jahre alten Haus. Jim war Krankenpfleger und ist mittlerweile im Ruhestand. Derzeit unterstützt er seinen Sohn Eli, der auf einer Farm ein Haus baut. 

          Pam ist Lehrerin und betreut das Robotics-Team. Sie und Frau Dr. Kuchenbecker haben gemeinsam an der Muscatine High School unterrichtet. Pam war schon immer aktiv in verschiedenen GAPP-Austauschprogrammen engagiert – sowohl als Gastmutter als auch als Betreuerin – und war in diesem Zusammenhang mehrfach in Deutschland. 

          Im Jahr 2019 war Pam als Fulbright Scholar in Helsinki. Im Rahmen eines einjährigen Stipendiums lernte sie das finnische Schulsystem kennen, insbesondere im Bereich der Naturwissenschaften. 2020 besuchte sie anschließend Bad Lobenstein. Danach erhielt sie das Albert-Einstein-Stipendium und arbeitete ein Jahr lang als Wissenschaftlerin in Washington, D.C. Dort war sie Teil des Naval Department of Defense und forschte an und in U-Booten. Was für eine Pädagogin! Während unseres Aufenthalts führten wir viele anregende Gespräche über Schule, Bildung und die Rolle der Wissenschaft. Selbst die Gesellschaftsspiele drehten sich hier um die Naturwissenschaft – was für eine Bildungsreise! Zudem besuchten wir ihr Klassenzimmer in Muscatin und ihren Robotics Club. 

        • Unsere Schüler überzeugen auf internationaler Bühne

          Unsere Schüler überzeugen auf internationaler Bühne

          12.04.2026 10:50
          39 Präsentationen an High School und Middle School 

           

          In dieser Woche liefen unsere bereits in Deutschland vorbereiteten, überarbeiteten und mehrfach geübten Präsentationen. Als Fremdsprachenlerner vor Muttersprachlern aufzutreten ist eine große Herausforderung. Die anfängliche Anspannung und Nervosität verflogen schnell, denn jede erneute Vorstellung machte unsere Schülerinnen und Schüler sicherer in Auftreten und Aussprache. Dazu kamen die vielen spontanen Fragen auf die reagiert werde musste. Insgesamt präsentierten wir 39 mal in dieser Woche sowohl in der High School als auch in der Middle School, was für eine Leistung! Wir haben fast alle Kids der Schule mit unseren Präsentationen erreicht. Frau Dr. Kuchenbecker und Herr Hoffmann sind sichtlich Stolz auf den deutlichen Fortschritt aller Präsentiereden. Die Rückmeldungen der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler waren durchgängig positiv. Was für eine Erfahrung. Unsere Präsentationsthemen waren: Feiertage in Deutschland, Festivals in der Region, Die Berliner Mauer, Deutsche Erfindungen, Das deutsche Schulsystem, Sehenswürdigkeiten unserer Region.

        • „Werken“ einmal anders

          „Werken“ einmal anders

          11.04.2026 12:00
          „Industrial Tech“ in der Schule 

          Das praktische Lernen an einer amerikanischen Highschool kann durch ein Kurssystem viel tiefgreifend umgesetzt werden. Nicht nur können sich hier die Schüler nach eigenen Interessen in Kurse einwählen, sie können sich damit spezifisch auf eine kommende Ausbildung, Studium oder Job vorbereiten. Der hier an der Wapello Highschool unterrichtende Lehrer ist Michael Horton.  

          Dieser bereitet die Schüler mit einem weitgefächerten und interessanten Kursangebot auf die Arbeitswelt vor. So bauen seine Kurse, obwohl er praktische und theoretische Kurse getrennt voneinander unterrichtet, inhaltlich aufeinander auf. So starten die Schüler beispielsweise in seinem Kurs „Drafting 1 and 2“ (entspricht in etwa Technischen Zeichnen) mit dem Entwurf und der Berechnung geometrischer Strukturen und Figuren, welche sie durch präzise Gestaltung und Winkelberechnung in 2D und 3D auf Millimeterpapier skizzieren. Herr Hoffmann gefiel besonders, dass diese Grundlagen händisch und noch ohne Computer umgesetzt werden und erst danach zur Produkterstellung mit der Computertechnik übernommen werden. Verblüffend ist hier, dass diese berechneten Parameter durch 3D Druck Technik dann direkt vor Ort gedruckt werden können, um zu sehen, ob alle Winkelberechnungen und Flächenstrukturen tatsächlich passen. Prozessorientiertes Lernen per se – wir sind begeistert! 

          Erstaunt sind unsere Gastschüler zudem über das Angebot der Kurse. Mr Horton, dessen Familie seit Generationen im Dirt Track Racing aktiv ist, möchte lebensnahen Unterricht ermöglichen und bietet dafür z.B. die „Small Engines Class“. Hier werden Motoren verschiedenster Größe auseinandergebaut und an den tatsächlichen Bauteilen erklärt. Die vorhandenen Motoren werden zumeist von regionalen Fachhändlern gesponsert. Meist sind diese Motoren ausgemustert und defekt, aber für die Schule als praktisches Beispiel zum Anfassen und zum Üben bestens geeignet. Schnell fallen die Begriffe wie „crankshaft“ (Kurbelwelle), „main bearings“ (Hauptlager), „fuel gauge sensor“ (Kraftstoffsensor) und „accelarator“ (Gaspedal), welche bei uns erst typisch in der Berufsschule oder der Ausbildung fallen. Gleichzeitig können hier Öl-, Reifen- oder Bremsenwechsel auf der schuleigenen Autohebebühne vorgenommen werden, um noch mehr Interesse am Fach zu gewinnen. Notiz am Rande: Die hierfür verwendeten Fahrzeuge sind die Autos der Lehrkräfte und der Schüler und Schülerinnen, welche schon teilweise ab 14 oder zumeist mit 15 Jahren mit ihren Pick-Up Trucks an die Schule fahren. Für uns eine völlig neue Welt. 

          Insgesamt sind die vorhandenen Gegebenheiten völlig anders: Die Kurse „Welding 1 and 2“ (Schweißen Kurs I und II) und „Woods 1 and 2“ (Holzbearbeitung Kurs I und II) finden hier in einer schuleigenen Werkstatt statt. Durch den prozessorientierten Unterricht werden hier wieder zunächst erst die Grundlagen durch typische Schweißübungen gelernt bevor es an die Projekte geht. Erstaunt waren wir, dass die entworfenen Produkte nicht unbedingt schulorientiert, sondern interessengeleitet waren: Hier haben die Schüler alle ein individuelles Jahresabschlussprojekt, beispielsweise ein Tischgestell für ihr eigenes Zuhause oder sogar einen Go-Cart Rahmen! Wir sind uns sicher, dass das Endprodukt mit Motor, Lackierung und Zusammensetzung ein Highlight dieses Jahres wird. 

          Die Holzbearbeitungsabteilung restauriert zur Zeit ältere, gespendete Möbel. Diese werden abgeschliffen, angepasst, repariert und wieder lackiert. Die Möbel werden dann entweder für die Schule verkauft oder versteigert. Ebenso werden Produkte für gemeinnützige Zwecke gespendet. Die vielfältigen Werkzeuge werden über das Schulbudget finanziert. 

          Insgesamt ist die Wapello High School mit den Kursen von Mr. Horton von der Theorie bis zur Praxis gut aufgestellt. Die individuellen kleinen Kurse bieten Entfaltungs- und Gestaltungsfreiheit. Um gezielt ihre Produkte zu verkaufen wird vom gleichen Lehrer aus „Sportsmarketing“ (Sportvermarktung), „Sales Marketing“ (Verkauf) und „Introduction in Business“ (Einführung in die Geschäftswelt) unterrichtet. Damit schließt sich der Kreis für Schüler vom Entwurf zum Verkauf. Erkenntnis- und Prozessorientiert – von Planung bis Verkauf – wir sind fasziniert und beeindruckt. 

        • Foodbomb USA

          Foodbomb USA

          10.04.2026 08:15
          Unsere Schüler entdecken die amerikanische Esskultur

          Heute gibt es eine echte „Foodbomb“ aus den USA! Unsere Schüler probieren sich gerade durch alles, was die amerikanische Küche zu bieten hat – von riesigen Burgern über Pancakes bis hin zu süßen Versuchungen.

          Das Essen ist für viele ein echtes Erlebnis: größer, süßer, oft ganz anders als gewohnt – und definitiv ein Gesprächsthema vor Ort. Zwischen Neugier, Staunen und manchmal auch kleinen Überraschungen sammeln unsere Schüler jeden Tag neue Eindrücke. Auch durch Essen lernt man ein Land kennen!

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